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Lebensmittelabfallvermeidung in der Gastronomie
"United Against Waste" startet mit einem österreichweiten Pilotprojekt in 30 Testbetrieben als breite Brancheninitiative: Neue Maßnahmen zur Abfallvermeidung sollen die Umwelt und die Betriebe entlasten. Öffentliche Hand, Forschung und NGOs unterstützen das Projekt.
Land Tirol / Lebensmittelabfallvermeidung / Zum Vergrößern auf das Bild klicken157.000 Tonnen an original verpackten oder angebrochenen Lebensmitteln und Speiseresten landen österreichweit jährlich im Restmüll von Privathaushalten. In Gastronomie, Hotellerie und Großküchen fallen laut ersten Schätzungen weitere 150.000 Tonnen jährlich an ? bislang fehlen hier genaue Daten zu Mengen, Zusammensetzung und Ursprung (wie Lager, Küche, Retouren). Unklar sind somit Ursachen, Vermeidungsstrategien sowie die damit verbundenen Aufwände bzw. Einsparpotenziale für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Genau diesem Thema nimmt sich die Initiative "United Against Waste" an und verfolgt die Zielsetzung,die vermeidbaren Lebensmittelabfälle im Food Service Markt Österreich bis 2020 zu halbieren. An "United Against Waste" beteiligen sich über 20 Partner, darunter auch das Land Tirol.

Im Rahmen der Initiative "United Against Waste" startet nun ein umfassendes Pilotprojekt für Österreich: In 30 Betrieben aus den Bereichen Beherbergung, Gastronomie und Großküchen finden von Juli bis September 2014 umfassende Abfallerhebungen statt. Mit Küchenprofis und den Testbetrieben werden Vermeidungsmaßnahmen entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Im Anschluss wird die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 ermitteln, welche positiven Öko-Effekte mit den Bemühungen erreicht werden konnten. Doch auch aus wirtschaftlicher Sicht rentiert sich die Abfallanalyse für die Betriebe: Erste grobe Zahlen von United Against Waste aus der Schweiz legen nahe, dass pro Menü in Hotels/Restaurants bis zu 200 Gramm an Lebensmittelabfall anfallen, was rund ein Drittel der eingesetzten Ware ausmachen kann.

Die Erhebungen in den Betrieben sollen bis Herbst 2014 abgeschlossen sein. Damit liegen erstmals österreichische Zahlen über Mengen und Zusammensetzungen des Lebensmittelabfalls in der Branche vor, die als Benchmarking-Grundlage dienen. Ein neues Online-Tool von Unilever Food Solutions wird schließlich ab 2015 auf www.united-against-waste.at und den Partner-Websites angeboten. Betriebe können damit selbst erheben und vergleichen, wo sie im Branchenvergleich stehen und erhalten Tools, Tipps und Informationen.

Finanziert und umgesetzt wird das Pilotprojekt mit Unterstützung des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW), der Bundesländer Wien, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol und durch die Wirtschaftspartner der Plattform. Alle weiteren Informationen zur Initiative finden Sie auf www.united-against-waste.at.